Kurzgeschichten

Was der Krieg frisst von Kirsten Lang

erschienen in der Anthologie  Verlockende Schätze, Hersg. Roselinde Dombach, Verlag Pia Bächtold

„An-Sha!“ Wie die Brandung toste der Schlachtruf durch die Menge. Mutter!

„An-Sha Wah!“ Mutter des Krieges! So nannten sie ihre Truppen. Mit diesem Schrei zogen sie in den Schlacht.

Ansha Wah!

Mutter des Krieges. Tochter ihres Vaters. Herrin seines Banners, seit ihrem fünfundzwanzigsten Jahr. Erbin seiner Herrschaft, seit ihrem dreißigstem Jahr. Mutter des Krieges und von nichts und niemandem sonst. Ansha Wah. (…)

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Jagdlied, Mondlied, Blutlied von Kirsten Lang

erschienen im Corona Magazine Nr.207

Platz 1. Themenrunde ‚Wilde Kreaturen‘

Senira spürte, wie der Mond sie lockte.
Sie krallte sich in die Bettdecke, zog sie hoch bis über den Kopf, wühlte sich tief in die Kopfkissen. Es half nichts.
Seidige Finger strichen zart über ihren Körper, neckten sie, trieben sie in den Wahnsinn. Es gibt keine Finger! Es darf keine Finger geben!
Der Mond starrte sie an, brachte sie auf mit seinem käsigen Gleichmut und schien Senira selbst doch gar nicht zu beachten. Er beschäftigte sich mit etwas in ihr. (…)

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Ferocas Unglück von Kirsten Lang

erschienen in der Anthologie Weltenweber, Hersg. Frank Bardelle, Lerato Verlag

Am Morgen hatte es eine Beerdigung gegeben und anschließend hatten sie Calamita durch die Straßen gejagt. Alacer hatte gesagt, sie solle lieber wegbleiben. Jetzt war Calamita in ihrem Zimmer eingeschlossen, und das Dorf feierte ihre Verurteilung.

Feroca begann ihre Geschichte später so: „Manche mögen sagen, dass Calamita viel Pech hatte. Sie hätten Recht damit. Andere würden sagen, ihre Lieben mussten schwerers Unglück ertragen. Darüber ließe sich streiten.“ (…)

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Königin Henker von Kirsten Lang

erschienen in der Anthologie Pandaimonion II, Hersg. Ernst Wurdack, Story-Olympiade ‚Spezial‘

Scheinwerfer kreisten über dem nahen Wald, lautlos, lautlos in dieser Nacht, die voller Lärm sein sollte. Sie suchten die kleine Schar der Versprengten, Überlebenden, Erstaunlichen, und natürlich suchte man sie im Wald, wo sich jedes ängstliche Tier verstecken würde, wenn die Schlachter kommen. (…)

(Tolle Anthologie, leider wohl nur noch antiquarisch erhältlich. Geht jagen!)

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Im kalten Tale von Kirsten Lang

erschienen in der Anthologie Des Todes bleiche Kinder, Abendstern Verlag

Der Nebel liegt im Tal wie eine klamme Decke. Wie ein fedrig, feuchter Kuss. Der Morgen ist fahl auf den Hängen und die Sonne versteckt sich hinter Schutzwällen aus Grau. (…)

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